25.06.2019

P.S.

Den Einen muß ich jetzt doch noch nachliefern zum Gauck- Thema.

Weil das ist nämlich genau der Punkt.

Polizeibericht des Tages

Nicht zur Nachahmung empfohlen. Klappt nur einmal, so was.

Der Fahrer eines Kleintransporters lieferte heute Morgen bei einer Polizeikontrolle in Lüdenscheid eine Sperma- statt der geforderten Urinprobe ab. Als die Beamten ihn kontrollierten, zeigte er Anzeichen, die auf Drogenkonsum hindeuteten.

Er war mit einem Drogenvortest einverstanden. Für die Urinprobe überreichten die Polizeibeamten einen Becher. Damit verschwand er im Gebüsch. Er brauchte ungewöhnlich lange und kehrte etwas beschämt mit dem genannten Inhalt zurück. Die Beamten erklärten die Probe für unbrauchbar und griffen auf einen Speicheltest zurück. Der fiel negativ aus und der Mann fuhr erleichtert weiter.

Die Wissenschaft hat festgestellt...

...daß Studien bewiesen haben. Hört auf die Experten!

24.06.2019

Motorrad mit Führerschein B

Hä? Ich dachte, das gilt heute noch? Wenn man älter als 35 ist, darf man bis 125 ccm fahren... hamse das abjeschafft? Hab ich gar nich mitjekricht.

Auch in Deutschland gab es bis April 1980 eine sogenannte Einschlussregelung. Wer damals einen Autoführerschein (Klasse 3) gemacht hat, darf auch heute noch Leichtkrafträder fahren.

Das war doch ne feine Regelung. Habt euch mal nich so!

Autofahrer könnten ihren B-Klasse-Führerschein demnach zukünftig um eine sogenannte Schlüsselzahl 195 erweitern. Damit dürfen sie leichte Motorräder fahren. Typische Hersteller sind Piaggio, Yamaha, oder KTM. Die Leichtkrafträder haben maximal 15 PS, können aber über 100 km/h schnell fahren. Bisher war dafür der separate Führerschein A1 notwendig.
Eine Prüfung und umfangreiche Ausbildung auf dem Motorrad sind nicht mehr nötig. Stattdessen reicht es, wenn der Autofahrer eine 90-minütige Theorieeinheit und sechs praktische Fahrstunden absolviert. Letztere können außerhalb des Straßenverkehrs stattfinden, etwa auf einem Verkehrsübungsplatz.
Der Autofahrer muss mindestens 25 Jahre alt sein und seinen Führerschein seit mindestens fünf Jahren besitzen.

Mit 15 PS kann man sich natürlich auch totfahren, aber 15 PS sind nun wirklich gutmütig. Entspricht einer ETZ 150.

Kartoffel in Europa

Oh, wow. Die Einführung der Kartoffel in Europa war wohl eine kniffelige Angelegenheit. Wenn was schief ging, konnte es gleich mal zu einer Hungersnot kommen. Schlechte Nachricht, wenn man mal über Klimaverschiebungen nachdenkt.

Denn im Ursprungsgebiet in den äquatornahen Anden sind Tage und Nächte ähnlich lang, während es in Europa zur Sommersonnenwende mehr als 16 Stunden hell ist. Das beeinflusst den Erntezeitpunkt. Bei Anden-Kartoffeln, so schreiben die Forscher, würde in Europa die Knollenbildung nur in den kurzen Spätherbsttagen erfolgen - gefolgt von Frosttemperaturen, die die Pflanzen töten, bevor eine angemessene Lagerung der Nährstoffe in den Knollen erreicht würde. ...

Für die Züchtung moderner, ertragreicher Kartoffelsorten musste man die Pflanzen also an die hiesigen Tageslängen und Temperaturen anpassen.Die moderne europäische Kartoffel entstand demnach ab dem Ende des 18. Jahrhunderts durch Züchtung unter Verwendung chilenischer Sorten. Der Anteil von Genen, die von den ursprünglichen Andenkartoffeln stammen, nahm kontinuierlich ab. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hingegen stieg dieser Anteil wieder an. "Diese Verschiebung der Herkunft lässt darauf schließen, dass die Landwirte zu dieser Zeit möglicherweise ältere Kartoffelbestände wieder eingeführt haben, um die Hungersnot zu überwinden, die durch den Verlust von für Krankheitserreger anfälligen Pflanzen verursacht wurde." In Irland kam bei der großen Hungersnot 1845 bis 1849 infolge von Ernteverlusten durch Kartoffelfäule schätzungsweise eine Million Menschen ums Leben.

23.06.2019

Eric Hoffer - der etwas andere Philosoph

Das Gefühl, wenn sich wieder ein Kreis schließt... ich hake das Thema erst mal ab, denn das geht mir und euch nur sinnlos auf die Nerven.

Ich hab ne Weile rumgeöppelt, um einen eigenen Kommentar zum Originaltext zu machen, aber selbst das laß ich bleiben.

Stattdessen mache ich mir einfach den Kommentar von Harald von der Humanwirtschaftspartei zueigen.

Hoffer führt die Ideologen der Weltverbesserer vor. Deren Fanatismus hat seine Wurzeln in persönlicher Unzulänglichkeit: wer selbst ein erfülltes Leben führt, weil er fähig ist, das eigene Sein kreativ zu gestalten, der habe kein Interesse am Umsturz der bestehenden Ordnung. „Der Glaube an eine heilige Sache ist in hohem Maße ein Ersatz für den verlorenen Glauben an uns selbst".

Tja.

Hätte uns nur jemand gewarnt!

Wenn an die Stelle von Argumenten Gefühle treten, ist an Diskutieren nicht zu denken. Das würgt alles ab.
P.S.: Ich meine, hey, zieht euch das mal auf Lunge rein:
"Da kann ich jetzt mal als Betroffene antworten. Dass meine Thesen streitbar sind, ist doch völlig klar. Aber was mich erschreckt hat, ist, dass manche Leute wegen meines #MeToo-Buches den Diskurs mit mir verweigern. Als wäre ich ein Nazi.
Was für Leute sind denn das?
Zum Teil Bekannte, die demselben Milieu entstammen.
Und sich als aufrechte Linksliberale verstehen?
Aufrecht weiß ich jetzt nicht, aber linksliberal sicher. Die Grenze des Sagbaren wird eng gezogen. Das so zu formulieren ist natürlich in sich schon wieder hakelig, weil das eine rechte Rhetorik ist: »Das wird man ja nochmal sagen dürfen.« Das Schlimme ist aber, dass ich in den letzten zwei Jahren in Situationen gekommen bin, in denen mir genau dieser Satz auf der Zunge lag: Das werde ich ja wohl nochmal sagen dürfen."
DAS in der TAZ.

18.06.2019

Die Hölle friert schon wieder zu

Das hätte ich nicht gedacht, daß ich dem alten Pfaffen noch mal zustimmen würde:
Sie widmen der "Intoleranz der Guten", wie Sie die "politisch Korrekten" bezeichnen, mehr Seiten als allen anderen Themen. Warum diese Gewichtung?

Wenn in einem Milieu, das Pluralität und Toleranz auf seine Fahnen geschrieben hat, Intoleranz aufkommt, irritiert mich das. Intolerantes und dogmatisches Vorgehen ist für mich nicht dadurch gerechtfertigt, dass es aus edlen Motiven erfolgt. Auch das politisch Korrekte darf nicht vorschnell Tabuzonen errichten. Es darf auch die gewünschten Verhaltensweisen nicht mit moralischem Übereifer durchsetzen. Dabei fühle ich mich Vertretern einer politischen Korrektheit durchaus nah, weil sie die politische Zivilität fördern wollen. Und was einem nahe ist, schaut man sich besonders kritisch an...
Kämpferische Toleranz lässt andere Meinungen gelten, auch wenn sie sie bekämpft. Die Intoleranz der Guten hingegen schließt andere Meinungen häufig aus dem Diskurs aus oder sucht sogar zu verhindern, dass sie überhaupt geäußert werden: etwa durch Störung von Vorlesungen, den Ausschluss bestimmter Diskussionsteilnehmer oder die Entfernung eines missliebigen Gedichtes. Kämpferische Toleranz verteidigt also die Pluralität, Intoleranz auch der Guten aber schränkt Pluralität ein. ...
Ist jetzt eigentlich nichts, worauf ich noch extra hinweise, denn zum 1682ten Mal nervt es nur noch, aber wenn es schon der Altpräsident meint...

Siehe auch hier.
Die militante Linke, die sich bis zum heutigen Tag als revolutionär versteht, zielt mit ihrer Politik, zu der auch Gewalt gehört, auf einen Umsturz mit grundlegenden Folgen. Der bürgerliche Staat soll zerschlagen und die bürgerliche Gesellschaft zerstört werden.

Siehe auch hier... ein Text, der von mir sein könnte, nur daß ich meist zu faul bin, so ausführlich zu schreiben.
Es gibt auch einen privaten Grund, weshalb mich die Verlogenheit derer aufregt, die uns regieren. Spießer jedweder politischen Coleur eint, dass sie Menschen, die sich nicht ihren beschränkten Vorstellungen von erlaubtem Betragen unterwerfen, mit sozialer Ächtung zu bestrafen suchen. Aber ich habe nicht als junger Mann die Kleinstadt, aus der ich komme, und die konservativen Spießer dort verlassen, um mir jetzt von linken Spießern vorschreiben zu lassen, in welch schmalem Korridor an zulässigen Meinungen und Verhaltensweisen ich mich aufhalten darf. Und deshalb werde ich die Meinungsfreiheit mit Zähnen und Klauen verteidigen. Gegen jede Art von Reaktionären. Auch die von links.
Gegen einen Feind zu marschieren, das erfordert Mut. Noch mehr Mut erfordert es, den Bekloppten und Bescheuerten in den eigenen Reihen entgegenzutreten. Siehe die einschlägigen Reaktionen auf den Gauck- Text.


11.06.2019

Die Hölle friert zu...

... ich hätte es niemals für möglich gehalten, daß ich Kollegen Papst mal vollumfänglich zustimme:

Der Vatikan hat einen Leitfaden veröffentlicht, der scharf vor der Vermittlung der Gendertheorie an Schulen warnt. Die Annahme, dass Menschen ihr Geschlecht wählen oder wechseln könnten, sei eine "Ideologie.... Schulbücher würden eine "hinterlistige Indoktrinierung mit der Gendertheorie" betreiben. Homosexuell zu sein oder sein Geschlecht zu ändern, sei "eine Sache", "ein Unterricht auf dieser Linie" sei jedoch etwas anderes.

(Andekdote am Rande: ein Theologieprofessor hat mir mal gesagt: Natürlich wissen wir, daß die Dogmatik Unfug ist. Es geht dabei ja auch nur darum, daß nicht jeder Enthusiast alles Beliebige behaupten kann.)


07.06.2019

D- Day

Geschichtsunterricht! Wichtig! Die Sowjetunion trug die Hauptlast und hatte den Sieg so gut wie in der Tasche. Von wegen die Amis hätten den Krieg entschieden, das ist Quatsch. Laßt euch da nichts erzählen!

Die gesamte Präsentation zum D-Day kann als erbärmlich und durchschaubar bezeichnet werden. Das antirussische Auftreten hat aber nicht nur etwas herzloses. Ihm haftet auch eine „großen Nationen" nicht angemessen erscheinende Knickerigkeit an. Zudem lässt die Durchschaubarkeit der historischen Fälschungen den Eindruck von Dreistigkeit entstehen: Für wie dumm werden hier die Medienkonsumenten eigentlich gehalten?

"Atomlobby"

Outet man sich in Deutschland als Anhänger der Kernenergie, dann ist meist der Vorwurf des „Atomlobbyismus" nicht weit. Aber wo ist die deutsche Atomlobby eigentlich hin? Unsere Autorin hat sie gefunden: auf dem Friedhof.

Ja, das ist das ewige Buzzword. Nichts könnte von der Realität weiter entfernt sein.

Made my day

Gute Laune - Artikel, auch wenns wehtut: Alle können sich auf die Schulter klopfen und unangenehme Wahrheiten verdrängen.

05.06.2019

Etsi deus non daretur

Das Ding ist, daß man immer bei 50 / 50 landet - kann sein oder auch nicht. Und dann ist man so klug wie vorher.

Noch 'ne Rolle rückwärts

Hannah Arendt dreht sich im Grab um. Von ihr über Michel Foucault zu diesem Satz zu kommen, das nimmt einem den Atem:

Mit anderen Worten, nicht die Verneinung eines vermeintlich objektiven Sachverhalts konstituiert die Lüge, es ist vielmehr das Festhalten am Primat des Wahr-sprechens selbst, das uns zu Leugnern der jeweils subjektiven Wahrheit des entrechteten Subjekts an den Rändern des Diskurses macht.

Es existiert keine Realität außerhalb meines Geschwätzes. Danke für die Klarstellung.

Und da haben wir jetzt die erwähnten Rückwärtsrollen zusammen. Die chinesischen Kulturrevolutionäre wußten, daß sie gegen "Revisionisten" und "Bourgeois" zu Felde zogen, hatten aber versäumt zu definieren, wer das eigentlich genau sei.

Die Poststrukturalisten gehen noch weiter und lehnen jegliche Definition ab. Es lebe das subjektive Gefühl!

Deshalb rantete ich was von Weimarer Verhältnissen, weil ich den massiven Eindruck habe, daß die vernünftigen Leute sich entnervt zurückgezogen haben und damit die öffentlich wahrnehmbare Mitte fehlt.

Außerdem hab ich mal wieder Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß Foucault & Co. von der CIA gefördert wurden, um die europäische Linke intellektuell zu vergiften. (Originaldokument aus Originalquelle) (via deutsche Zusammenfassung)

Fundstück des Tages

Da jedoch nicht festgelegt war, wer zu bekämpfen und welche Meinung die falsche war, bildeten sich innerhalb der Roten Garden schnell Fraktionen, die sich gegenseitig verprügelten. (WP)

Wer Parallelen findet, darf sie behalten.



03.06.2019

Das meinte ich letztens...

P.S.: Danke für das Feedback! Herr H. hat insofern recht, daß ich die doppelte Rolle rückwärts von Berlin über Peking nach Weimar nicht mal eben unerklärt stehen lassen kann.

Kann ich erklären, kommt später. Hab gerade keine Zeit für Langtexte.

... die sägen von beiden Seiten an der Demokratie:
Den Entzug des Wahlrechts für ältere Bürger fordert ein infamer Text in der „taz". Man könnte den Artikel ignorieren – doch er ist Zeichen einer bedenklichen Entwicklung, die über den Einzel-Beitrag hinausgeht. .... Man könnte den Text als schrille und unbedeutende Einzelmeinung abtun – doch so einfach scheint es nicht zu sein. ...

Der Text ist von A bis Z abzulehnen: Er beinhaltet keinen einzigen fortschrittlichen Gedanken, sondern ist durchdrungen von unbegründeter Arroganz und Demokratie-Feindlichkeit. Man könnte diese Kolumne darum einerseits mit der Missachtung strafen, die sie verdient. Andererseits ist der Text und seine Veröffentlichung aber keine Petitesse: Der Beitrag ist nicht auf einem persönlichen und abseitigen Blog erschienen. Dass diese Kolumne die Überprüfungs-Instanzen einer sich nicht als extremistisch einordnenden Zeitung passieren kann, ist sehr bedenklich. Das spricht dafür, dass die hier geäußerten Gedanken in der „taz" keine schrille Nischen-Meinung einer isolierten Autorin darstellen, sondern sie sich scheinbar im Zeitgeist einer „linken" Lifestyle-Zeitung spiegeln können. Das wiederum nährt den Verdacht, dass die in der Kolumne geäußerte Verachtung des Prinzips der Gleichheit in Teilen der Gesellschaft mehr (stille) Akzeptanz erfährt, als man annehmen könnte.
OK, ist ja nur ein Darüber-wird-man-ja-wohl-noch-mal nachdenken-dürfen- Artikel.

Der hier ist schon weiter:


So um 1983 rum hat mal ein Mitschüler völlig ironiefrei und ernstgemeint gesagt: "Es gibt nur eine richtige Meinung, und das ist meine!" Alle lagen flach vor Lachen. So ein Vollidiot. Heute kann man mit so einem Satz die Regierungspartei(en) (nein, die haben kein Mitleid verdient) vor sich her treiben und kriegt noch Beifall von Leuten, die sich für vernünftig und besonnen halten.


(Worin genau jetzt die einzig legitime Einstellung (= Videolink) besteht, hab ich keine Nerven zu recherchieren, diesen Quasseltyp kann ich mir keine zehn Minuten anhören. Vielleicht kann mir das ja mal jemand schreiben.)
Wer von "Weimarer Verhältnissen" redet, sollte nicht vergessen, daß dazu zwei durchgeknallte Gruppen gehören.

28.05.2019

Jaaa, hier! Idee!

Das hab ich verpennt, das wollte ich doch noch rechtzeitig ausrufen:

FÜR EINE VERMINDERUNG DER SCHWERKRAFT!

Physik ist nur ein Konstrukt.

DIE POSTMODERNISTENPARTEI.

*******************************

Starlink

Wie bitte? Ich bin jetzt weder dafür noch dagegen (weiß zu wenig), aber... ist das nicht international geregelt?

Kann jeder, der kann, einfach lustige Dinge in den Orbit schießen? Hmmm...

27.05.2019

Keine Mehrheit für Niemand

Bin ich der Einzige, der das Europawahlergebnis gerade eher langweilig findet?

Das war doch vorher abzusehen, daß keine Gruppierung die Macht bekommt.

Nein, ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll.

22.05.2019

Autodestruktion als intellektueller Zeitvertreib

Der alte weiße Mann, wieder mal.

Egal, ob er am Baikalsee, auf den Färöern oder in Whitehorse am Yukon lebt. Ein monolithisches Konzept, das unterstellt, dass alle weißen Männer gleich ticken und geistig auf dem Stand von vor 500 Jahren hängen geblieben sind, während der Rest der Spezies rasante Fortschritte gemacht hat. Meine subjektive, aber immerhin auf fünf Kontinenten gesammelte Erfahrung dagegen ist, dass die Internationale der Schwachköpfe quer durch alle Rassen, Religionen und Geschlechter geht. Wenn irgendetwas global gerecht verteilt ist, so menschliche Dummheit. ...

Dekonstruktivismus begeistert alle, die in der Postmoderne das verdiente Ende der europäischen Geschichte sehen. Ich halte es eher für fortgeschrittene Phantasielosigkeit. Wer sich das Ausmaß der Zerstörung, die er anrichtet, gar nicht mehr vorzustellen vermag, den treibt kindliche Neugierde. Die Lust am Kaputtmachen. Darin sieht er Befreiung. Doch wer ahnt, wie sich das Grauen anfühlt, das jenseits der Schwelle liegt, wie es schmeckt und riecht, den packt der Horror.

Wir hacken erst mal alles klein, und dann wird alles gut. Irgendwie.

Korrigieren Sie mich...

...aber verwechselt hier jemand relative und absolute Wahrscheinlichkeit?
Würden diese Ladepunkte tatsächlich alle zur gleichen Zeit genutzt, ginge das Netz auch ohne Zweifel in die Knie. Aber: "Je höher die Anzahl die Fahrzeuge ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die alle gleichzeitig ankommen und laden", sagt König. "Es werden nie mehr als vier von zehn Fahrzeugen gleichzeitig die elf Kilowatt abrufen." Das zeigten entsprechende Versuche und Berechnungen.
Je mehr Fahrzeuge absolut ankommen, desto weniger müssen relativ laden. Super! Erschütternd ist, daß für die Logik jemand auch noch bezahlt wird. Aus der Politik hätten wir ja nichts Besseres erwartet, aber aus der Branche? Wir sind verloren.

21.05.2019

Ketamin

Aha? Das Zeugs kenn ich nur vom Hörensagen:

20.05.2019

Fusion Festival

Wie bitte?

Sogar Unterstützung der Bundeswehr hat die Polizei angefordert. Die Armee soll offenbar eine Zufahrt zur Polizeiwache auf dem Gelände aufbauen. ...
Erst unter dem Druck eines handfesten Skandals und schwerer Vorwürfe bläst der Polizeipräsident jetzt offenbar zum Rückzug...

Durch die Recherche von Zeit Online kam außerdem heraus, dass das Polizeipräsidium Neubrandenburg bei der Polizeihochschule an der FH Güstrow eine Bachelorarbeit zum Thema Fusion-Festival anregte. In diesem Zusammenhang gab die Polizei das Sicherheitskonzept des Festivals samt personenbezogenen Daten wie Namen und Telefonnummern von Mitarbeitern des Kulturkosmos ungeschwärzt weiter – an einen ehemaligen AfD-Politiker.

Pikanterweise ist der die Arbeit betreuende Polizeidozent Ulf-Theodor Claassen nicht nur ein ehemaliger AfD-Mann, sondern auch ein verurteilter rechter Gewalttäter.
Boah, ist das übel.

19.05.2019

Lacher des Tages

"Aus Symmetriegründen!" erschien uns damals im Physikstudium auch immer so superplausibel. Irgendwann fingen wir an, vollkommen unsinnige und unerwartete Dinge zu tun, und riefen dazu "Aus Symmetriegründen!" :D

Hähää.

18.05.2019

Atomkraft? Ja, möglicherweise.

Was das taugt, kann ich nicht einschätzen, aber es klingt auf jeden Fall interessant: Der Dual- Fluid- Reaktor

Siehe auch hier.

Schade, daß hierzulande die Antiatomhysteriker alles, auch die hoffnungsvollen Projekte, pauschal verhindern. Wer dermaßen mit Schaum vor dem Mund (inklusive Verschwörungstheorien!) drauflosholzt, hat offenbar kein Interesse an Fakten.

Der Fall zeigt, wie gefährlich...

... Vorurteile in der Medizin sein können.

Nein. Schwachsinn. Der Fall zeigt, wie gefährlich postmoderne Klassifikation sein kann.

Als die Ärzte endlich erkennen, dass der Mann schwanger ist, stufen sie ihn sofort als Notfall ein und ziehen Gynäkologen hinzu. ...

Die medizinische Ausbildung sollte sich auch mit Transgender-Patienten auseinandersetzen, fordern die Ärzte. "Der Patient wurde richtig als Mann eingestuft", sagt Stroumsa. "Doch die Klassifikation hat den Blick für seine tatsächlichen medizinischen Bedürfnisse versperrt."

Ronald S. Sullivan

Das scrollte schon mal kurz bei Fefe vorbei, jetzt hier ein etwas ausführlicherer Kommentar:

„Nieder mit Sullivan", stand auf einer Eingangstür, an anderer Stelle fanden sich die Sprüche „Unser Zorn ist Selbstverteidigung" und „Dein Schweigen ist Gewalt", schließlich die Frage: „Auf welcher Seite stehst du?"

Sag mir, wo du stehst: Das ist die alte Leitfrage aller Bürgerkriege. ...

...was das Wesen des Anwaltsberufs ist: Er ist die fleischgewordene Unschuldsvermutung, die vor der Feststellung der Schuld für jeden Menschen gilt, ob er nun Mitleid oder Abscheu auslöst, ganz oben oder ganz unten steht.

Ausgerechnet in Harvard dreht sich dieses elementare Rechtsverhältnis jetzt auf perverse Weise um: Verkörperte der Anwalt bislang die potenzielle Unschuld eines jeden Delinquenten, so färbt jetzt die unterstellte Schuld des Angeklagten auf seinen Rechtsbeistand ab. Er darf seinen schmutzigen Job wohl machen, einer muss es ja tun – doch in der guten Gesellschaft, durch das Wohnheim auf einem amerikanischen Campus im Kleinen repräsentiert, ist er zu ächten, fast wie ein Totengräber, dem man nicht die Hand gibt...

Ist es inzwischen ein selbst für angehende Juristen unzumutbares Trauma, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass das Recht für alle gilt?...

Wenn selbst zukünftige Harvard- Juristen sich als femistalinistischer Haßmob gerieren, dann - - - wow - - - ich meine, hey, das ist - - - puh.

17.05.2019

Vor 2 x 25 Jahren

17. Mai: Im Rahmen der sowjetischen Venera-Missionen erreicht die Landesonde Venera 6 den Planeten Venus. Sie sendet 51 Minuten lang Daten, ehe sie der Atmosphärendruck zerstört.

Das ist manchmal wichtig und meistens spannend, sich so ein paar Zeiträume / Relationen mal vor Augen zu führen.

1969 war von 1994 so weit weg wie 1994 von heute ist.

Ähhhh, wie?!? '94 war doch erst gestern!?!

16.05.2019

Zyklen

Diesmal: Nährstoffe - Sauerstoff.

Umgekehrt lieferten die Kontinente zahlreiche Nährstoffe in den Nordatlantik, der ein äußerst fruchtbares Meer war – dafür war seine Sauerstoffversorgung prekär, denn das reiche Leben verbrauchte viel von dem Gas, und von außen strömte nur wenig nach. Mit dem sauerstoffreichen Panthalassa entwickelte sich nun ein Wechselspiel, berichtet das Team von GEOMAR: Erhielt der Atlantik genug Sauerstoff von Panthalassa, enthielten seine oberen Schichten viel gelöstes Eisen aus den Ablagerungen am Meeresboden, das durch die umgebenden Flachwasserbereiche in den Panthalassa strömte. Eisen wiederum ist bis heute der knappste Nährstoff im Meer, und die gute Versorgung ließ auch im Panthalassa das Leben blühen. Das aber verbrauchte jenen Sauerstoff, der zuvor in den Nordatlantik geströmt war – und aus eigener Schuld von dem Gas abgeschnitten, kippte das Meer in seinen zweiten Zustand: Es wurde anoxisch.

Das wiederum hatte Auswirkungen auf das Leben in Panthalassa – denn nun blieb das Eisen im unteren Meeresbereich des Nordatlantiks gefangen und verband sich mit Schwefel. Die Produktivität im Weltmeer nahm ab. Damit gelangte aber nach und nach auch wieder mehr Sauerstoff in den Nordatlantik, und der Zyklus begann erneut.

Vielleicht ist das ja das Eine Große Naturgesetz: Es geht mal rum, es geht mal num, und wieder und wieder.

11.05.2019

Die Illustration...

... zum Poststrukturalismuspost: