01.06.2020

Paßt.

30.05.2020

Korrigieren Sie mich, aber...

... für mich klingt das so, als wolle Trump jetzt das Gleiche wie Heiko Maas. Oder verwechsele ich gerade was?

29.05.2020

Close to Realsatire

Pseudowissenschaft kann so einfach sein. Man muss sie nur erfinden. Und ganz, ganz fest daran glauben.

.... schreibt ausgerechnet das Zentralorgan des Genderismus.

28.05.2020

Sand und die Kunst, ein Getriebe zu schrotten

Nach langer Zeit an dieser Stelle mal wieder was von EWK.

Erst mal zerpflückt er das beliebte Bild vom Sand im Getriebe, dann...

Da öffnet sich ein Universum von Vorstellungen, wie die Menschheit denn sein könnte, wenn nur dies und jenes so, statt so, wenn das eine unterlassen, das andere dafür in Angriff genommen würde, und jede einzelne dieser Vorstellungen setzt irgendwo im Kleingedruckten, wenn auch vielfach umschrieben und bemäntelt, die immer gleiche Voraussetzung: „Wir brauchen ja nur den besseren Menschen – und zwar sofort!"

Der „bessere Mensch" entspricht dann weitgehend dem Selbstbild derer, die ihn fordern, korrigiert um jene schlechten Eigenschaften, die man selbst sofort ablegen könnte, wenn nur alle anderen endlich so wären, wie die Vorstellung, die man von sich selbst hat.

(...)

Die Titelfrage: „Was, und wohin treibt die Menschheit?", muss, in Bezug auf das „Wohin" vollkommen offen bleiben. (...)

Worüber wir etwas mehr wissen, ist die Frage, was die Menschheit antreibt.

Wir wissen nämlich, dass die Menschheit als ein sich selbst bewusster Meta- Organismus nicht existiert und folglich auch keine Meta- Motivation, kein Menschheits- Antrieb festgestellt werden können. Die Entwicklung der Menschheit ist das Ergebnis der Entwicklung der menschlichen Individuen. Die Menschen, als eigenständige Wesen, bilden und formen die Erscheinung der Menschheit. Nicht umgekehrt.

Autsch, mit irgendwelchen mehr oder weniger esoterischen Meta- Konzepten bin ich auch mal hausieren gegangen.

Und dann greift er dann noch die Sache mit der Suche nach dem Glück auf... Zufriedenheit oder Fortschritt... das ewige Dilemma.

Glück ist relativ, das haben wir schon festgestellt, aber es ist auch vergänglich. (...)

Von da aus gibt es zwei Wege:

Den Weg der Bescheidenheit und Zufriedenheit, in dem das Streben nach Glück eingeschläfert wird...

Den Weg der Gier, der daraus entsteht, dass das Streben nach Glück die Wiederholung eines ursprünglichen Glückserlebnisse erzwingen will, das in der Steigerung der Quantität erhofft wird...

Diejenigen, die den zweiten Weg weit gegangen sind und dabei in den Augen ihrer Mitmenschen erfolgreich waren, die aber erkannten, dass das Glück, dem sie nachjagen, auf diesem Wege nicht zu finden ist und ihn verlassen haben, nennt man – vom zweiten Weg her und eher geringschätzig  – Aussteiger.

Diejenigen, die immer auf dem ersten Weg geblieben sind, nennt man – vom zweiten Weg her geringschätzig – Versager. Ihnen fehle die Motivation, der Antrieb. Die dürften sich nicht wundern, wenn sie nichts zustande bringen.

Wo, in welchem Lager, auf welchem Wege, finden wir nun den besseren Menschen, auf welchem Wege bewegt sich der schlechtere Mensch? Welcher von beiden muss sich ändern, damit die Welt zu einer Herberge der Glückseligkeit werden kann? Was verdankt die Menschheit den Bescheidenen und Zufriedenen, was den Ehrgeizigen, die ruhelos nach Macht und Reichtum streben, weil sie darin ihr Glück zu finden glauben?

Hütet euch vor jenen, die schnelle Antworten haben.

20.05.2020

Ken FM

Nein, bin ich kein Fan von Ken Jebsen, aber was das EhNaMag hier bringt, ist ungeheuerlich.

Kommentar von M. Broeckers:

Das ist kilometerweit jenseits dessen, was man als grenzwertigen  seriösen Journalismus bezeichnen kann. Das ist übles Denunziationsgeraune. Das ist eine Kampagne. Das ist der Stil der Springer Presse der späten 60er und 70er gegen Rudi Dutschke. An welche Gruppe mit welcher Tatbereitschaft ist eigentlich die Veröffentlichung seines iranischen Namens adressiert? Auf was für einer Klaviatur spielt der Spiegel? Was will er nutzen? Widerlich. Wer wissen will, wie tief die sogenannten "Qualitätsmedien" gesunken sind, voilá. Ich bin gespannt, wie die anderen Medien auf diesen Artikel reagieren. Es wird ein Lackmustest, ob sie tatsächlich irgendwelche Standards haben.


15.05.2020

Wer finanziert hier wen?

Ach sooo ist das: Herr Borjans will höhere Steuern, damit Frau Esken die Wirtschaft finanzieren kann!

Das leuchtet intuitiv aber dermaßen ein... m(

Bringt dieses Gespann bitte bei nächster Gelegenheit unter 5%, danke.

13.05.2020

Apropos Kalendersprüche

Einer meiner liebsten ist ja:

Trenne den Fakt von der Bewertung.

05.05.2020

Herr Palmer

Das hab ich mangels echtem Interesse jetzt nicht so aufmerksam verfolgt, aber weil die Personalie gerade hohe Wellen schlägt, hier eine Gegenmeinung.

Palmer beherrscht das Spiel mit der Moral allerdings auch und dreht den Spieß einfach um. Wenn die industrialisierte Welt bewusst eine Weltwirtschaftskrise auslöse, treffe das auch die armen Länder. Und zwar heftig – als „Armutsschock". Er berief sich in einem Sat-1-Interview auf die Uno und eine Schätzung, laut der dann Millionen Kinder sterben würden.
Die seien dann der Preis dafür, dass der Corona-Stillstand im Wohlstandsviertel des Globus andere Menschen rette.

Weiß ich jetzt nicht... vermute aber, daß seine Leute ihn wieder mal absichtlich falsch verstanden haben.

04.05.2020

Weil ich gerade in der Stimmung bin...

... noch einer aus der Ecke. Der darf das sagen. Weil er nämlich genau zu der Zielgruppe gehört.

Es nervt.

(...)

Dabei ist so eine Empowermentoffensive überflüssig wie Herpes, ich brauch' das nicht, meine Sexualität muss nicht penetrant promotet werden, ich hämmere doch auch nicht jedem Brandenburger Redneck auf einer Oranienburger Bierdosenparty, für dessen künftige Wokeness der ganze Zirkus wohl auch gedacht ist, ein, dass er das was ich da mache (weil es mir gefällt) als normal anzusehen hat und bitte gut zu finden hat. Macht der ja auch nicht mit mir. Was der so treibt ist mir egal.

(...)

Wie das jedoch außerhalb der hippen Kulturblase wirkt, kann ich Ihnen sagen, kein Problem, ich weiß genau wie das rüberkommt, eat this: Hallo hallo Eberswalde. Ihr Dorfnazis. Hier spricht Berlin-Mitte. Und Berlin-Mitte sagt: Schwul ist voll normal. Schaut sie euch an. Das sind tolle Typen. Die Besten. Die können alles. Sind supi megaknorke und sowieso die besten, cleversten und sanftesten, aber dabei toughesten Menschen, die es gibt. Habt sie endlich lieb.

So kommt das an. Und wirkt ganz anders als ihr denkt. Und wollt. Wisst ihr was? Die fangen, wenn es ganz doof läuft, bald wieder damit an, uns zu hassen. Wie früher Nullerjahre, als Sie schon an der Bezirksgrenze zu Lichtenberg von schwulenhassenden BFC-Nazis, die aus dem unguten alten Jeton in der Frankfurter Allee auf das bröckelige Trottoir gewankt kamen, aufgemischt und Richtung Boxi gejagt wurden. Solche Gestalten züchten wir uns mit dem bräsigen Empowermentkitsch ganz neu, nachdem es die ganzen letzten Jahre so schön ruhig an der homophoben Front war. Weil wir jetzt damit angefangen haben, diejenigen zu nerven, die damit nix anfangen können. Ganz offen zu nerven. Zu trollen. Zu stressen. Mit allen Mitteln, die wir haben. Weil es nie so wohlfeil und damit einfach war, für die gute Sache zu stressen. Weil sie jetzt seit Neuestem überall sind. Die Diversityidentitären. Mit Rückenwind. Medial. Politisch. Drehen sie jetzt auf. Und alle Daumenschrauben zu. Haben für ihre Sache die Mehrheit in den Gremien, Filmakademien und Produktionsstudios und drücken das Diversityding der Mehrheitsgesellschaft in den Hals. Deep Throat. Mit dem Dampfhammer. Der Druckpistole. Dem Umschnalldildo. Damit Eberswalde schön schluckt. Damit Eberswalde fein lernt. Besser wird. Wegen, weil, yay, Diversity. Yolo.

Obwohl wir Eberswalde inzwischen sowas von egal sind. Und Eberswalde uns noch viel egaler geworden ist. Obwohl schon lange keine Sau mehr interessiert, wer wen fickt. Nicht mal in Eberswalde.

Ein Tritt mit Anlauf in die Fresse...

...der Giga- Großdenker, der Weltverbesserer, der Arroganzija:
Die Zeit des angeordneten Stillstandes lehrt doch womöglich etwas ganz anderes: dass sich unter der vielfältigbuntdiversen Oberfläche die ganze Zeit das alte Normal versteckt hielt. Das, was man zu Zeiten, als man sich noch nicht aussuchen konnte, welches Geschlecht man hat, die "Natur des Menschen" nannte. Und der zeigt Züge in der Krise, die man sympathisch finden kann oder auch nicht, die aber tief verwurzelt zu sein scheinen.

Angesichts einer Gefahr schließen Menschen sich zusammen, die einander die Nächsten sind. Familien, funktionierende Nachbarschaften. Sie ziehen die Brücken hoch und schließen die Tore. Sie schotten sich ab gegen die Gefahr, die da von außen und, ja, wie so ein Virus: durch andere Menschen droht. Sie tun das, was vor Jahrzehnten noch völlig üblich war, als sich keine Supermärkte in der Nähe befanden, die von morgens bis abends offen hatten: Sie legen Vorräte an und bemühen sich ansonsten um Selbstversorgung. ...
Wir retten das Klima, wir schützen die Natur? Welch Hybris. In Gestalt eines Virus erscheint die Natur als das, was sie immer schon war: Als feindliche Umwelt, derer sich der nackte Mensch zu erwehren versucht. An die Güte der Natur kann nur glauben, wem es, wie der westlichen Zivilisation, gelungen ist, sich seit Jahrhunderten erfolgreich gegen sie zu verbarrikadieren, wer Feuersbrünste und Überschwemmungen zu verhindern und zu bekämpfen gelernt hat und wer fernab aktiver Vulkane lebt. Doch die Natur hat keine Moral, sie denkt nicht daran, gut oder böse zu sein und würde, könnte sie es, all jene belächeln, die so größenwahnsinnig sind zu glauben, dass sie die Macht hätten, sie zu schützen oder gar zu retten.

Also doch eine Lehre aus der Krise, die man ziehen könnte? Ach, ich habe keine pädagogischen Absichten, ich denke nur, dass es sinnvoll ist, sich ab und an mal klarzumachen, dass wir im Ernstfall weder das Klima noch die Welt retten können und womöglich noch nicht einmal uns selbst. Und dass es im übrigen viele Menschen gibt, die kein neues Normal brauchen, weil sie im alten Normal leben. In der Krise wird sichtbar, wen und was wir wirklich brauchen: Eher keine Gendersternchen oder heiße Debatten um Toiletten für ein drittes Geschlecht, keine politisch korrekte Sprachsäuberung oder Kampagnen gegen alte weiße Männer, sondern Handwerker und Landwirte, Postboten und LKW-Fahrer, Verkäuferinnen, Apotheker, Ärzte und Pfleger. Normale Menschen, eben.
Dieses Gedankenverbrechen im ÖRR? Da war wohl der Zensor eine rauchen.  (via)
Man soll ja nicht nachtreten, aber ich sehe den Rauch über dem Elfenbeinturm von Wolkenkukuksheim mit grimmiger Genugtuung.

02.05.2020

Zwischen den Zeilen

Angriff auf Presseleute. Habt ihr sicher mitgekriegt.

Kommentar A. Wendt:

Die üblichen Nörgler beschweren sich wieder einmal: nirgends würde stehen, ob es denn nun Rechts- oder Linksextreme waren, die das ZDF-Kamerateam am 1. Mai in Berlin angegriffen und verprügelt hatten.
Aber es steht doch in praktisch allen Artikeln und dem Tweet des ZDF: "Unbekannte" und "Hintergründe unklar".
Damit ist doch alles klar. Oder nicht?

Re: Joe Biden hat die Hölle geschaffen, in der er nun geröstet wird

Heute:

Beim sogenannten "Tugendterror" nach der Französischen Revolution 1789 kam Robespierre, einer der Hauptverantwortlichen für diesen Terror, als einer der Letzten unter die Guillotine. Macht nun Joe Biden als ein Hauptverantwortlicher für den Tugendterror der Gegenwart dieselbe Erfahrung auf übertragener Ebene? Es gibt jemanden, der darauf wartet, behauptet die renommierte Washingtoner Tageszeitung The Hill, die weder dem rechten noch dem linken Lager zugeordnet wird. The Hill schlagzeilt nun: "As Biden struggles, Hillary waits for the call".

Irgendwo im Hinterkopf hatte ich noch, daß das hier schon mal Thema war... Da war's, April 2019:

Das ist vorbeigescrollt:

Die sozialen Normen im Umgang mit dem persönlichen Raum von Menschen hätten sich geändert. Das verstehe und respektiere er.

Hätte ich gar nicht registriert, wieder der übliche langweilige Quatsch, dann kam das... diese beiden Artikel lohnt es sich mal durch den Übersetzer zu schieben.

Joe Biden is the unwitting architect of the sex-panicked hellscape he's now living in

und

Joe Biden Created the Culture He Is a Target Of

Aha? Er selbst war maßgeblich daran beteiligt, ein Küßchen auf den Hinterkopf zum verabscheuungswürdigen Verbrechen zu machen?

Tja.

25.04.2020

Zitat des Tages...

... das man den Postmodernisten (die bekanntlich nichts außer Begriffen kennen) täglich um die Ohren prügeln sollte:

Betrüge dich nicht mit begrifflichem Denken und suche nicht irgendwo nach der Wahrheit; es ist allein notwendig, keine Begriffe aufsteigen zu lassen. Es ist offensichtlich, dass gedankliche Begriffe und äußere Erscheinungen in gleicher Weise irreführen und dass der Weg der Buddhas für euch ebenso gefährlich ist wie der Weg der Dämonen.

Misthaufen des Tages

Das hatte ich befürchtet.

Lubuntu: 20.04 ist die erste LTS-Version mit LXQt, dem Nachfolger von LXDE. In diesem Zuge empfiehlt das Lubuntu-Team statt einem Upgrade von 18.04 oder früher eine Neuinstallation. Andernfalls kann das System unbrauchbar werden. LXDE wird auch nicht mehr weiter unterstützt.

22.04.2020

Postmoderner Unfug tötet

Da ist sie, die Meldung. Darauf warte ich seit Jahren. Die Genderreligion hat nicht nur finanzielle Mittel von der ernsthaften Wissenschaft abgezogen, sondern auch aktiv Wissen durch Esoterik ersetzt.

Ich habe Professor Montgomery gefragt, ob Elitesportler, männliche Frontline-Mediziner und ältere Erwachsene anfälliger für diese Krankheit sind als andere Gruppen: Ist es möglich, dass Testosteron ein gemeinsamer Faktor ist?

"Eindeutig Y-Chromosom. Aber warum?  (...)

Die Erforschung von Geschlechtsunterschieden war früher ein Routine-Element der Biomedizin. Aber viele Jahre lang hat die Sammlung von Daten zu Geschlechtsunterschieden (und die Forschung zu den biologischen Unterschieden zwischen verschiedenen geografischen Populationen) schlechte Publicity erhalten. Aktivisten neigten dazu, Gleichheit zu fördern, da sie befürchteten, dass die Anerkennung von Unterschieden zu Diskriminierung führen würde. (…) Heute werden Daten zu Geschlechtsunterschieden nicht routinemäßig erhoben, weil Vorwürfe des Sexismus diese Forschung vereitelt haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird seit langem kritisiert, weil sie es versäumt hat, Daten über Geschlechtsunterschiede in ihre Impfkampagnen und Krankheitsinterventionen einzubeziehen. Professor David Geary ist ein Experte auf dem Gebiet der menschlichen Evolution und der Anfälligkeiten, die Geschlechtsunterschiede unterstreichen. Ich erwähnte die Schwierigkeiten, denen die Ärzte an vorderster Front im Vereinigten Königreich beim Zugang zu Analysen über die Geschlechterunterschiede bei der Pandemie gegenüberstehen, und fragte Professor Geary, ob wir, wenn die politisch korrekte Forschung zur Bekämpfung der Geschlechterunterschiede nicht stattgefunden hätte, jetzt mehr Einsicht hätten, um uns bei der Bekämpfung von Covid-19 zu helfen.

"Das ist ein fairer Kommentar. Die Aktivisten haben die Forschung über Geschlechterunterschiede, einschließlich der biomedizinischen Forschung, um Jahrzehnte zurückgeworfen", sagte er.


Um. Jahrzehnte.

Die Erforschung von Geschlechtsunterschieden könnte einen wichtigen Schlüssel im Kampf gegen Corona darstellen, aber wir haben diesen Schlüssel nicht, weil sein Besitz genderpolitisch inkorrekt wäre.

Die breite Öffentlichkeit wird das nie erfahren, weil die Leitmedien über so etwas nicht berichten. Ein solcher Bericht wäre ja selbst genderpolitisch inkorrekt. (...)

20.04.2020

SaveFrom.net Helper 4 Chromium

Oh, wow, gerade sehe ich, es gibt einen Workaround, daß man in Chromium- basierte Browser den SaveFrom.net.Helper einbinden kann! (Der direkte Weg war bisher blockiert...)

(P.S.: Quatsch. Der direkte Weg ist immer noch blockiert. Deshalb ja Workaround, du Dussel.)

Aus dem Mailordner "Zeitgeschehen"

Is' ja schon spannend, was ich alles mal in den Feeds hatte...


Der Verstand hört einfach nicht auf, allem einen Namen zu geben, aber das muss man auch akzeptieren – das ist in Ordnung. Der Verstand ist davon abhängig, alles zu benennen – lass ihm das Vergnügen; aber du brauchst dich nicht zu sehr damit zu beschäftigen oder dich damit zu identifizieren. Der Kopf treibt weiter seine Spiele, aber du stehst darüber.

Wenn du eine Rose siehst und hörst deinen Kopf sofort „wunderschön" sagen – dann mach dir keine Sorgen. Die Rose ist natürlich, und dass der Verstand dazu „wunderschön" sagt, ist auch natürlich. Nimm es hin – und mit der Zeit hört der Kopf damit auf, weil es witzlos ist, Dinge zu benennen, wenn niemand zuhört – warum sich also darum kümmern?

Und plötzlich eines Tages siehst du eine Rose und der Kopf sagt gar nichts – und das ist dann unglaublich schön.

Diese Schönheit kann man sich nicht vorstellen, und deshalb kann man sie nicht wahrnehmen, wenn man eine Vorstellung davon hat, was schön ist. Dieser Schönheit kann man keinen Namen geben, denn alle Vorstellungen davon werden zu Einengungen und Beschränkungen.

aus: Osho, „Und vor allem nicht wackeln"


Wenn ich mit meiner Mutter spazieren ging, blieb sie alle naselang stehen, packte mich am Arm und zeigte mit dem Zeigefinger, also den am Ende des anderen Arms, auf einen weiteren Gegenstand ihres erneuten Entzückens und rief: „Guck mal, mein Jungchen, wie schön!" Und ich dachte so bei mir: „Weiber! – Immer müssen sie einem die ganze Schönheit des Augenblicks versauen!" Also so auf Jungchen-Deutsch und nicht so hochgestochen natürlich. Wenn mich etwas tief beeindruckt, werde ich still. Bei den Frauen hab ich dann gelernt, dass das nicht sonderlich opportun ist und so wurde ich zum Opportunisten und lernte Komplimente zu machen und so'n Kram. Aber ich zucke immer noch zusammen, wenn ich etwas schön finden soll.

(...)

Männer sind ja heutzutage als Stiesel verschrien, die ihre Gefühle nicht zeigen wollen, sie sogar völlig unbotmäßig verbergen wollen. Dabei ticken sie vielleicht einfach ein bisschen anders und haben keine Lust, sich für alles und jedes Gefühlchen die passenden Worte einfallen zu lassen. Heiratsschwindler, Versicherungsvertreter und ähnliche Gestalten, die aus Berufsgründen über ein passendes Repertoire an Komplimenten und gefühlstriefendem Vokabular verfügen, werden dagegen oft entweder angehimmelt oder sind als Windhunde verschrien. Also, es ist gar nicht so einfach mit die Weibers.

19.04.2020

Update

Zum letzten Eintrag habe ich gerade von einem Fachmann Antwort bekommen:

Die Theorie, dass die Erstdosis eine Rolle spielt, haben wir bereits im Februar mit einigen Kolleg(inn)en lang und breit diskutiert. Und es war Konsens. Und ist ja auch vollkommen logisch und bei vielen Viren so. Wenn man das Virus verstehen will, muss man sich auch ansehen, wo es eigentlich andocken kann, wo also ACE-2 Rezeptoren sind. Also, Mund Rachen, tiefe Lunge, Nieren, Herz, Darm ….. und so sind dann auch die Symptome zu sehen und manche fatale Verläufe, wenn es hämatogen streut…..

Indes ist das nur einer von vielen Faktoren. Natürlich spielt der Wirt eine Rolle, dessen Gunderkrankungen und Immunsystem, vor allem der Immunstatus, da es ja bei manchen zu einem antibody enhancement Prozess (siehe Dengue) und Zytokinsturm kommt. Es scheint also auch nicht egal, was man in seinem Leben schon an verwandten Viren und Strukturen kennen- und lieben gelernt hat…..und auch das Mikrobiom spielt eine Rolle.

Dazu kommen Virenvarianten und Quasispezies, Blutgruppe, Medikation, Koinfektion und Besiedlung – v.a. bei Beatmung – und deren Resistenzlage, zB CRE, ESBL, MRSA uvam. – kurzum eine Ursache ist zu kurz gegriffen und COVID Parties mit niedriger Dosis eine schlechte Idee. Was ich aber allen empfehle, die symptomarm positiv für PCR (nicht dem funktionalen Virus entsprechend zwingend!) sind, sind 2x täflich aseptische Mundspülungen bei Erstinfektion im Mund-Rachen, da man sich ja von da aus selbst ansteckt und dies auch dabei von der Dosis abhängt – keiner dieser Leute hat bis dato einen wirklich schweren Verlauf gehabt. Auch das spricht für diese Theorie.

Wie wäre COVIS wohl vor 100 Jahren verlaufen und wahrgenommen worden….

Ich denke, das darf ich hier zitieren.

Die initiale Viruslast ist der Schlüssel.

Nach der Meldung, daß besonders viele Todesfälle bei Ärzten / Pflegern auftraten, kamen wir heute so darauf, daß es wohl den entscheidenden Unterschied bedeuten sollte, ob die Viren als versprengte Truppe oder in Heeresstärke angreifen. Logisch, daß, wenn man nur einen Streifschuß abgekriegt hat, das Problem kleiner ist als bei einer vollen Ladung.

Das könnte nämlich heißen, daß man sich einen Streifschuß wünschen darf, als Quasi- Impfung.

Das würde ich jetzt nicht absichtlich ausprobieren...

Hab dann gleich noch mal gegoogelt und bin erstaunt, daß der Gedanke scheinbar nur an einer einzigen Stelle näher ausgeführt ist (via):

Niedrig dosierte Infektionen können sogar eine Immunität erzeugen, die in Zukunft vor hoch dosierten Expositionen schützt. Vor der Erfindung von Impfstoffen infizierten Ärzte gesunde Menschen oft absichtlich mit Flüssigkeit aus Pockenpusteln. Die daraus resultierenden niedrig dosierten Infektionen waren unangenehm, aber im Allgemeinen überlebbar, und sie verhinderten schlimmere Krankheitsfälle, wenn diese Personen später in unkontrollierten Mengen den Pocken ausgesetzt waren.

Trotz der Beweise für die Bedeutung der Virusdosis wird sie in vielen der epidemiologischen Modelle, die zur Information der Politik während dieser Pandemie verwendet werden, ignoriert. Dies ist ein Fehler.

Die Menschen sollten besonders vorsichtig sein gegenüber hoch dosierten Expositionen, die am ehesten bei engen persönlichen Interaktionen - wie Kaffeekonferenzen, überfüllten Bars und ruhiger Zeit in einem Raum mit der Großmutter - auftreten können, und davor, unser Gesicht zu berühren, nachdem wir erhebliche Mengen des Virus in die Hände bekommen haben. Persönliche Interaktionen sind in geschlossenen Räumen und auf kurze Entfernungen gefährlicher, wobei die Dosis mit der Expositionszeit eskaliert. Bei vorübergehenden Interaktionen, die gegen die Regel verstoßen, zwischen Ihnen und anderen einen Abstand von sechs Fuß zu halten, wie z.B. beim Bezahlen an der Kasse im Lebensmittelgeschäft, halten Sie sich kurz - zielen Sie auf "innerhalb von sechs Fuß, nur sechs Sekunden".

Da es auf die Dosis ankommt, ist das medizinische Personal einem extremen Risiko ausgesetzt, da es mit den kränksten Patienten mit der höchsten Viruslast zu tun hat. Wir müssen der Schutzausrüstung für sie Priorität einräumen.

Für alle anderen ist die Bedeutung der sozialen Distanzierung, des Tragens von Masken und guter Hygiene nur noch größer, da diese Praktiken nicht nur die Ausbreitung von Infektionen verringern, sondern auch dazu neigen, die Dosis und damit die Letalität der auftretenden Infektionen zu verringern. Während die Verhinderung der Virusverbreitung ein gesellschaftliches Gut ist, ist die Vermeidung hoch dosierter Infektionen ein persönliches Gebot, auch für junge gesunde Menschen.

Gleichzeitig gilt es, eine panische Überreaktion auf niedrig dosierte Expositionen zu vermeiden. Bekleidung und Lebensmittelverpackungen, die jemandem mit dem Virus ausgesetzt waren, scheinen ein geringes Risiko darzustellen. Gesunde Menschen, die sich zusammen im Lebensmittelgeschäft oder am Arbeitsplatz aufhalten, haben ein tolerierbares Risiko - solange sie Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Operationsmasken und Abstände zwischen sich selbst treffen. ...

Jetzt ist es an der Zeit, zu Hause zu bleiben. Aber diese Zeit wird hoffentlich kurz sein. Wenn wir wieder anfangen, unser Zuhause zu verlassen, sollten wir es angesichts der Bedeutung der Virusdosis mit Bedacht tun.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

20.03.2020

Aus dem Archiv

Nein, ich blogge nicht mehr, niemals, nein, aber in den Zeiten von Quarantäne und so ist es vielleicht ja doch noch mal wieder eine Idee, ausnahmsweise *hust* ...

Weil letztens das Wort "Medienmacht" aufploppte:

Was keiner mehr begreift ist, dass sich die elementare Konfliktlinie immer noch dort befindet, wo sie sich immer befunden hat: Zwischen oben und unten und nicht zwischen Alt, Jung, Braun, Gelb, Weiß, Mann, Frau, schwul, unschwul, Bigosz, Döner oder Kartoffeln. Die grünwählende Biopastinake mit den peruanischen Naturfliesen da oben in ihrem für die flockige halbe Million ausgebauten Dachgeschoss, für das zwei Wohnungen zusammengelegt wurden, während unten der letzte Mieter im Block aus seinem 60qm-Loch raussaniert wird, ist gar nicht der Freund. Irren Sie sich da mal nicht. Die Biopastinake sitzt jetzt da oben. Beim Geld. Bei der Medienmacht. In den Gremien. Und scheißt nach unten. Wie sie immer nach unten scheißen. Von da oben. Was eine unmoderne, aber immergültige Binse ist. Die nur keiner mehr kennt. 

(Pestarzt)

16.07.2019

We blew it - 50 Jahre später

Heute ist das keine Frage mehr.

"You know Billy, we blew it", sagt Wyatt in der letzten Lagerfeuerszene, und viel ist darüber gerätselt worden, ob das nun nur auf die Protagonisten im Film oder auf die Gesellschaft an sich bezogen war.

03.12.2018

Poststrukturalismus. Ab wann begann es, schief zu laufen?

(Titel geklaut bei "Guru")

Soup ist wieder kaputt, das hat mich aus dem Flow der Fortsetzungen gebracht, außerdem ändern sich die Prioritäten, wenn die Temperaturen sinken. Damit ich das jetzt mal aus der Pipeline kriege, hier zumindest noch mal der Anfang plus der dritte Teil:

Sicher habt ihr das hier schon ergoogelt:

"Alle Richtungen des Poststrukturalismus betreiben eine rigorose Semiotisierung der Welt und der Wissenschaft, anders ausgedrückt, die Wirklichkeit erschöpft sich für sie in Zeichen und Zeichensystemen. Oder noch drastischer: Sie behaupten, es gebe keine Wirklichkeit außerhalb der Sprache...

Ursprünglich in der Literaturwissenschaft beheimatet, wurde der Poststrukturalismus zu einer umfassenden Kulturtheorie weiterentwickelt, in der die Welt als Text betrachtet wird. Eine außersprachliche oder außersemiotische Wirklichkeit, auf die der Text verweise, existiere nicht...

Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc.

Ende der subjektiven Verantwortung: Es gebe keinen Täter hinter der Tat. (Nietzsche: »Niemand ist für sein Wesen verantwortlich, niemand für seine Taten.«)

Partikularismus: Hierarchisch organisierte Theorien und Systeme werden ebenso abgelehnt, wie jeder Monismus und Universalismus. Stattdessen werden Einzeluntersuchungen angestellt. ...

Gegen Marxismus: Die ökonomischen Gesetze seien den Gesetzen der Sprache und der Struktur des arbiträren Codes unterworfen und spiegeln dieses wider. [Selbst soziale Ungleichheit und Wirtschaftskrisen sind Sprach- bzw. Zeichenprobleme.] ...

Ignorierung oder Minderbewertung der Naturwissenschaften.

Abwertung des empirisch Feststellbaren zugunsten meist sinnloser Abstraktionen.

Durch die Ablehnung der Vernunft kommt eine Beliebigkeit oder Verspieltheit hinein.

Die Poststrukturalisten sind weitgehend elitär und unpolitisch."

Das, meine Damen und Herren, ist die gängige "Philosophie", an der niemand vorbeikommt, der an einer geistes'wissenschaftlichen' Fakultät studiert. Was dort abgeht, kann sich außerhalb dieser Blase niemand vorstellen.


Habt ihr die Grundidee schön verinnerlicht?

"Es gibt keine Wirklichkeit, nur Konventionen, Interpretationen, Konstruktionen. Falls es unwahrscheinlicherweise doch so etwas wie Realität geben sollte, ändert sie sich, je nach dem, wie ich sie gerade konstruiere. Wenn ich mir morgen etwas Neues ausdenke, zum Beispiel ein neues Geschlecht für mich erfinde, dann gibt es das auch, und die Welt hat das zu akzeptieren. Wenn jemand etwas anderes sich ausdenkt, daß z.B. die Erde ein Würfel ist, und ich sage, nein, eine Eiswaffel, dann sind das zwei gleichberechtigte Meinungen und wir können das so nebeneinander stehen lassen. 'Die Wahrheit' ist auch nur ein Konzept, die gibt es in Wahrheit nicht.

Das haben wir auf der Uni, der höchsten aller Bildungsanstalten, gelernt. Muß also stimmen.

Jetzt schreibe ich irgendeine Behauptung mit passend gemachter Beweiskette auf (je abgefahrener und unverständlicher, desto besser), und kriege dafür ein Diplom.
Dann habe ich also einen klangvollen Hochschulabschluß, der auf dem Papier so viel wert ist wie ein Ingenieurstudium, nur leider weder brauchbare Fähigkeiten noch belastbare Argumente. Was macht man damit? Na klar: ich gehe dahin, wo man mit Geschwurbel durchkommt.

Die verpeilte Variante: der Guten Fee vom Sozialamt erklären, daß ich endlos überqualifiziert und dennoch zu nichts zu gebrauchen bin.
Die Profi- Variante: an der Uni bleiben (bei Tausenden, die das wollen, stehen die Chancen natürlich schlecht).
Oder vielleicht in die Politik? Oder irgendwas mit Medien? Projektmanagement vielleicht?"

Na ja, hm. Das ist nicht einmal grob karikiert. Ich selber bin vor Jahrzehnten durch eine Kette von Zufällen in einem GW- Studium gelandet (und aus --ähem-- Faulheit dabeigeblieben), war zwischendrin in der Politik, habe nach dem Abschluß noch ein bißchen... - na ja, egal. Ich kenne das Tollhaus von innen. Und wenn ich mir heute vorstelle, daß diese Wirrköpfe, die ich da kennengelernt habe (und von denen ich einer war), heute in achtbaren Positionen sitzen, und nicht alle die Erkenntnis, daß alles Bullshit war, hatten... au weia.


Ich mache mich übrigens nicht lustig über die Posties. Ich hege auch keinen Groll.

Daß man beim Philosophieren den Kompaß verlieren kann, passiert nun mal. Niemand ist frei davon. Das ist eben so. Weiß ich ja selbst am besten... Und Hand aufs Herz: Wenn der Hippietraum akademische Weihen hat, dann träumt er sich doch noch mal so schön, oder etwa nicht? Wer kann da widerstehen?

Bestandsaufnahme: Wir haben es mit einer großen Anzahl hoffnungsvoller junger Leute zu tun, die sich in eine intellektuelle Sackgasse studiert haben. Behauptungsliberalismus. Alle können alles behaupten, wem's nicht paßt, der soll das Gegenteil beweisen, aber ein Kriterium für die Wahrheit gibt es sowieso nicht.

Fatal ist jetzt: die Suche nach Schuldigen für das erwartbare Scheitern. Daß die Welt kein Ponyhof ist, kann doch nur an allgegenwärtiger Diskriminierung liegen! Daß niemand uns einen hochbezahlten Job anbietet, ist ein Zeichen für strukturelle Gewalt! Usw... usw...

Pranz nannte man das früher. Geschwätz. Die Folge: Beliebigkeit. Zersplitterung.
Nun braucht es eine Klammer, um das Zersplitterte wieder zusammenzubringen. Dazu eignen sich traditionell Religion und Krieg.
Welche Religion sich die Posties ausgedacht haben, ist sattsam bekannt, und welchen Kampf sie kämpfen, auch.

Zur Sache, Schätzchen, laß endlich die Katze aus dem Sack! Worauf willste jetzt hinaus?

Ich werfe den Posties vor, den Begriff "links" gekapert zu haben. Etwa so:

"Wir sind die Sachwalter des Geistes von 1968. Wir sind die Avantgarde. Wir sind progressiv. Wir sind links. Wer uns kritisiert, muß also rechts sein. Wer rechts ist, ist eigentlich rechtsextrem. Also außerhalb des demokratischen Spektrums. Also müssen wir gar nicht diskutieren. Nicht mal zuhören."

Nein. Der Beginn der Argumentationskette ist nur eine Behauptung. Dann kommen ein paar Fehlschlüsse. Das Ende ist Totalitarismus in Reinform.

Wer unteilbare Menschenrechte proklamiert statt Spezialgruppensonderrechten, ist rechts?
Wer Genderideologie und vergleichbares Zeugs für unwissenschaftlichen Unfug hält, ist rechts?
Wer sagt, daß der Aufkreisch - Feminismus absolut nichts mit der Frauenrechtsbewegung zu tun hat, ist rechts?
Wer sagt, es kann auch andere Gründe für persönliches Scheitern geben als Diskriminierung, ist...
Wer sagt, jetzt ist es allerhöchste Zeit, die Wiederkehr der Religion auszubremsen...
(usw. usw. usw...)

Nein. Wer auf jede Äußerung von Zweifeln mit der größtmöglichen Keule kloppt, ist offenbar intellektuell am Ende.


Wenn nun das, was die Mehrheit als konsensfähig ansieht, nämlich das ganz unspektakuläre, langweilige, traditionelle Leben, in dem Wissen und Können zählt, von einer lautstarken selbsternannten Avantgarde in die rechte Ecke geschoben wird, dann ist das eine Verharmlosung der extremen  Rechten. Wenn die Bürgerliche Mitte mal eben so ohne jegliches Augenmaß mit Neonazis in einen Topf geschmissen und bekämpft wird, dann hört man die Herren Stalin und Mao lachen. Dieses Gelächter ist mittlerweile so laut, daß es nicht mehr überhörbar ist. Es wenden sich immer mehr mit Grausen ab.

Es gibt weniger einen Rechtsruck, es gibt vielmehr eine Linksflucht.

Die Mitte sagt inzwischen: Die Linke hat jahrelang auf uns eingeprügelt und behauptet, wir wären "rechts", weil wir nicht jeden ihrer Hirnfürze inhaliert haben, dann rutscht uns doch den Buckel runter.

Daß das passiert ist, ist die unverzeihliche Sünde der postmodernen Pseudolinken. Das war nicht unausweichlich, und das war ohne großartige Denkleistung schon vor Jahren absehbar. Das hätte vermieden werden können.

Nein, die Poststrukturalisten sind nicht "links". "Links" heißt integrierend, solidarisch, meinetwegen gewerkschaftlich oder sozialdemokratisch und so. Die Posties schließen jeden aus, der nicht den kompletten Katalog spinnerter Ideen im Ganzen unterschreibt. Damit sind sie so antidemokratisch wie die äußerste extreme Gegenseite.

Ich beteilige mich nicht an der Diskussion, ob "links" und "rechts" gleich schlimm oder überhaupt das Gleiche oder wie auch immer sind. Ich ziehe auch keine historischen Vergleiche.
Das einzige, worauf ich bei dieser Fortsetzung hinauswill, ist der Satz mit der unverzeihlichen Sünde.


Soweit der liegengebliebene Text. Kommt mir arg unvollständig vor, aber für mehr hab ich jetzt keine Zeit. Anlaß war übrigens die Frage, ob "die Medien" lügen. Hatte ich erst mal abgewimmelt, und drei Wochen später die Antwort gegeben: "Nein. Sie lügen nicht. Diese Leute glauben selbst, was sie da schreiben." Der Text ist sozusagen die Langfassung der Antwort...

12.08.2018

Die Zeit ist um, das Lied ist aus, war da noch was?

https://vimeo.com/246617510

Das war meine erste Begegnung mit großer Rockmusik. Eine meiner ersten Kassettenaufnahmen, so um 1980 rum.