12.12.2017

Aha? Andere Sichtweise.

Hmmm, so was hatte ich sogar mal irgendwo als Überschrift: "Das neoliberale U- Boot" oder so. Dabei ging es mir aber um die Sache mit der (kalkulierten?) Ablenkung von den "richtigen", "sozialdemokratischen" Themen. Gendergaga als Scheingefecht auf Nebenschauplätzen, um die Zuschauer irre zu machen und diejenigen profitieren zu lassen, die ohnehin schon oben schwimmen .

Hier nun ein Text aus der Schweiz, in dem das Thema anders beleuchtet wird. Halte ich nicht für ganz schlüssig, bzw. ich versteh' nicht alles, interessant ist es allemal:

Gender definiert Sex als frei flottierende Ware. Der Neoliberalismus tut das genauso. Alle menschlichen Lebenszusammenhänge werden im Neoliberalismus privatisiert, um als Dienstleistungen teuer verkauft werden zu können. Sex wird im «Leben als Konsum» für normale Menschen je länger, je mehr ebenso unerschwinglich wie Kinderhaben. Jede menschliche Handlung wird deshalb diskursiv mit Geboten und Verboten belegt, um sie nach klaren performativen Diskurskategorien weiterzuverkaufen.

Gendertheoretikerinnen und -aktivistinnen fordern nicht das Recht auf Gleichheit, sie fordern nicht die Umverteilung des Kapitals oder gar die politische Partizipation aller, nein, sie fordern neue gesellschaftliche Regeln, die zufälligerweise mit den neuen neoliberalen Regeln zusammenfallen (siehe dazu die Studien «Bankspeak» von Franco Moretti und Dominique Pestre). Nicht das Unrecht oder die existierende Machtverteilung soll politisch beseitigt werden, sondern das VERHALTEN.

Unter dem Deckmantel eines rigiden Kontrollkodexes, Verleumdung inklusive, Boykottaufrufen et cetera schleicht sich so unter dem Deckmantel «links», «progressiv», «antirassistisch» ein neuer, totalitärer Überbau für den Neoliberalismus mitten ins politische Zeitgeschehen. Die Regeln der neoliberalen Gewalt werden durch die neuen Sprachregeln der Hegemonie des butlerschen Genderismus unsichtbar gemacht.

Weibliche Freiheit ist nicht gekoppelt an gleiche Rechte, gleiche Bildungschancen, gleichen Lohn, sondern an ANPASSUNG. Alles ist «fluide» und «frei»: an erster Stelle natürlich die Kaufkraft.