10.07.2018

Warum? Weil es geht.

Nein, hier geht es ausnahmsweise mal nicht um Geistes- und Sozial"wissenschaften":

Wenn Sie zunächst einmal gute Idee haben und dann eine kritische Masse von Forschern, die daran arbeiten, dann fängt diese Masse an, weiter zu wachsen. Einfach weil die Leute dann dazu veröffentlichen können. Da werden dann die absurdesten Sachen publiziert, deren Zusammenhang mit der beobachtbaren Realität sich einem auch mit viel gutem Willen nicht erschließt. Aber es wird publiziert, einfach weil es geht. Und darauf kann ich mir eben keinen anderen Reim machen als den, dass es da eine nur soziologisch zu erklärende Rückkopplung gibt, bei der viele Leute über ein Thema arbeiten, das sie deswegen für gute Wissenschaft halten, weil so viele Leute daran arbeiten. (...) Davon leben die Leute – aber es ist einfach eine Verschwendung von Hirnpower.

Einfach, weil es geht. 

Da bin ich nicht die Erste, die sagt, dass beim Multiversum wissenschaftlich nichts dahinter ist. Diese Idee ist praktisch komplett nutzlos. Man kann damit nichts ausrechnen, was in unserem Universum beobachtbar wäre. Für das, was sich da ausrechnen lässt, reicht dieses eine Universum vollkommen. Das ist das Problem – nicht, dass wir diese Paralleluniversen nicht beobachten können. Theoretische Objekte, denen nichts entspricht, was wir direkt messen können, das gibt es anderswo auch, in der Quantenmechanik zum Beispiel.

Wenigstens kommen himmelhoch abgehobene Hypothesen / Theorien in diesem Bereich ohne Menschenversuche aus.