26.04.2019

Aber WIE ist das möglich?

Daß es das gibt, wußte ich, aber das wie sprengt meine Vorstellungskraft, mal von der Evolution her gedacht.

Neuroparasiten haben ihre Opfer perfekt unter Kontrolle. Unter ihrem Einfluss machen Tiere die seltsamsten Dinge: Sie lassen sich scheinbar willenlos versklaven, kümmern sich um fremden Nachwuchs oder begehen sogar Suizid. Wie gelingt den Parasiten diese Fremdsteuerung ihrer Wirte? Und ist auch der Mensch anfällig für solche Manipulationen?

Der Parasitismus ist ein Phänomen, das vermutlich fast so alt ist wie das Leben selbst. Schätzungen zufolge leben bis zu 60 Prozent aller Organismen auf unserem Planeten parasitär – also auf Kosten anderer. Eine besonders gewiefte Form dieser Überlebensstrategie ist der Neuroparasitismus, auch Psychoparasitismus genannt.

Solche Schmarotzer können das Verhalten und die Psyche ihrer Opfer zu ihrem eigenen Vorteil manipulieren. Forscher entdecken immer mehr Arten, die diese Kunst im Laufe der Evolution perfektioniert haben – ob Wespen, die Schaben willenlos machen, Pilze, die Ameisen fremdsteuern oder Krankheitserreger, die Mäuse in das Maul von Katzen treiben. Sogar der Mensch kann Opfer von Neuroparasiten werden, wie sich zunehmend zeigt.

Ein Ausflug in die Welt von Winzlingen mit unheimlicher Macht.