10.04.2019

Ein Bild für die Geschichtsbücher

Herzlichen Glückwunsch zu der Leistung!

Bardeen rechnet darin aus, wie es aussähe, wenn ein Stern hinter einem Schwarzen Loch vorbeiziehen würde. In diesem Fall sähe ein Beobachter den Stern trotzdem, stellt Bardeen fest. Schließlich kann Licht einen Bogen um das massereiche Objekt machen. Die Umrundung klappt aber nur bis zu einem bestimmten Orbit: Fliegt ein Lichtteilchen zu nah am Schwarzen Loch vorbei, wird es unrettbar auf Bahnen gezogen, die es hinter dem Ereignishorizont verschwinden lassen.

Auf einer Teleskopaufnahme würde dieser Rand – die Physiker sprechen vom »letzten Photonenorbit« – klar hervortreten. Was die Größe der Struktur anbelangt, kommt Bardeen zu einem überraschend ermutigenden Ergebnis: Der »Schatten« müsste den fünffachen Durchmesser des Ereignishorizonts haben.

»Das war der Aha-Moment«, erinnert sich Falcke.