28.04.2019

Wieder Spuk um eine Konferenz

UPDATE: Na gucke! Das scheint gerade der erste derartige Fall zu werden, in dem die "Aktivisten" mal richtig Gegenwind kriegen. Sogar vom AStA! Halt die Esse fest.

Universität stellt sich hinter Schröter

"Das Präsidium ist keine Diskurspolizei", schreibt Wolff. "Auch Versuche mancher Kreise, sich selbst zur 'Diskurspolizei' zu ernennen, weisen wir mit größtem Nachdruck zurück." Social-Media-Plattformen stünden jeder Gruppe zur freien Meinungsäußerung zur Verfügung, Äußerungen wie "schroeter_raus" hätten hingegen nichts mit einem wissenschaftlichen oder demokratischen Diskurs zu tun und seien "unwürdig". Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) distanzierte sich laut "Faz" und "Welt" von der Aktion.

Zur Zeit ist unklar, wer für die Proteste verantwortlich ist. Das Büro der Wissenschaftlerin ist momentan auf der Suche nach den Urhebern. "Wir wissen nicht, wer dahintersteckt", sagte Büroleiter und Forschungskoordinator Oliver Bertrand. Man gehe aber davon aus, dass es Studierende der Uni Frankfurt seien. Die kritisierte Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der hessischen Landesregierung werde auf alle Fälle stattfinden.


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Noch so ein Fall, bei dem man sich besser nicht aus der Deckung wagt:

Offizielle Stellen halten sich mit Positionierungen zurück. Schirmherr der FFGI-Veranstaltung ist das grün geführte Sozialministerium. Auf hr-Anfrage heißt es dort: "Gerade die argumentative Auseinandersetzung an Universitäten und Hochschulen bereichert den gesellschaftlichen Diskurs. Es ist interessant zu beobachten, wie seitens der Veranstaltungsgegner 'argumentiert' wird. Aber auch hier gilt die freie Meinungsäußerung."

Im gleichfalls grün geführten Wissenschaftsministerium scheut man eine konkrete Bewertung ebenfalls. Allgemein heißt es auf Anfrage, es sei "zu begrüßen, wenn gesellschaftspolitische Fragen wie die Einordnung und Bewertung des islamischen Kopftuches an den Hochschulen unter Berücksichtigung der verschiedenen Positionen und aus Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen diskutiert werden. Freie Wissenschaft braucht einen offenen Diskurs." Auf Nachfrage erläutert ein Sprecher, das Wort "begrüßen" beziehe sich ausdrücklich auf die FFGI-Konferenz - nicht auf die Kampagne.

Auch hier. So so.

Deshalb ist es besonders beschämend, dass junge Menschen mit und ohne Kopftuch, die studieren, ein so enges Weltbild haben, dass sie tatsächlich nicht nur fordern, dass eine kritische und wissenschaftliche Veranstaltung abgesagt wird, sondern auch unter dem Hashtag „#schroeter_raus" ein Berufsverbot für Professorin Schröter fordern.

Ihr und einigen Teilnehmerinnen antimuslimischen Rassismus zu unterstellen – ganz ehrlich, da fehlen mir die Worte.