16.05.2019

Zyklen

Diesmal: Nährstoffe - Sauerstoff.

Umgekehrt lieferten die Kontinente zahlreiche Nährstoffe in den Nordatlantik, der ein äußerst fruchtbares Meer war – dafür war seine Sauerstoffversorgung prekär, denn das reiche Leben verbrauchte viel von dem Gas, und von außen strömte nur wenig nach. Mit dem sauerstoffreichen Panthalassa entwickelte sich nun ein Wechselspiel, berichtet das Team von GEOMAR: Erhielt der Atlantik genug Sauerstoff von Panthalassa, enthielten seine oberen Schichten viel gelöstes Eisen aus den Ablagerungen am Meeresboden, das durch die umgebenden Flachwasserbereiche in den Panthalassa strömte. Eisen wiederum ist bis heute der knappste Nährstoff im Meer, und die gute Versorgung ließ auch im Panthalassa das Leben blühen. Das aber verbrauchte jenen Sauerstoff, der zuvor in den Nordatlantik geströmt war – und aus eigener Schuld von dem Gas abgeschnitten, kippte das Meer in seinen zweiten Zustand: Es wurde anoxisch.

Das wiederum hatte Auswirkungen auf das Leben in Panthalassa – denn nun blieb das Eisen im unteren Meeresbereich des Nordatlantiks gefangen und verband sich mit Schwefel. Die Produktivität im Weltmeer nahm ab. Damit gelangte aber nach und nach auch wieder mehr Sauerstoff in den Nordatlantik, und der Zyklus begann erneut.

Vielleicht ist das ja das Eine Große Naturgesetz: Es geht mal rum, es geht mal num, und wieder und wieder.