02.10.2019

Konstruktiver Vorschlag: Energiesparen

Alle Welt redet von der Stromerzeugung, daß der Strom doch bitte aus dem Windrad und der Solarplatte kommen soll. Konventionelle Kraftwerke sollen nur anspringen, wenn der Wind gerade nicht weht, während die Sonne gerade nicht scheint. (Nun läßt sich eine Turbine leider nicht eben mal schnell starten, und außerdem existiert die Erzeugungsleistung doppelt, was sehr, sehr teuer ist.)

Erstaunlicherweise ist kaum davon die Rede, daß Energiesparen der beste Weg zum Umweltschutz ist.

Was mich ernsthaft nervt, ist, daß diejenigen, die vehement irgendwelche Forderungen hinsichtlich der Erzeugung erheben, keine Sekunde lang über Einschränkungen bei ihrem eigenen Energieverbrauch nachdenken.

Darum hier ein Vorschlag, der technisch leicht umsetzbar ist: Das Prinzip ist in der Industrie schon lange im Einsatz, warum nicht auch in den Haushalten?

Wenn der Wind kräftig bläst, die Sonne scheint, also genug Strom erzeugt wird, bleibt alles, wie es ist.

Wird es dunkel und windstill, schaltet ein Relais den Hausanschluß von (sagen wir mal beispielhaft) 3x25 A um auf 1x10 A.


10 Ampere reichen, um den Alltag zu bewältigen, aber man muß rechnen: wenn ein Großgerät mit 2000 Watt in Betrieb ist, wird es eng. Dann muß man sich überlegen, was man noch einschaltet. Das war vor kurzem noch ganz normaler Alltag, und niemanden hat es gestört. Weil es eben so war. Warum sollte das heute nicht mehr möglich sein?

Wenn ich Wäsche waschen will, muß der Kaffee vorher fertig sein. Oder ich muß warten.
Wenn ich den Wasserkocher anschalte, muß ich den Duschboiler ausstecken, damit der nicht zufällig gerade anspringt.
Wenn ich verreise, muß der Kühlschrank in der "sicheren" Steckdose stecken.

Mitzudenken, ist wichtig. Grundsätzlich. Die Veranlassung zum Mitdenken (da bin ich sogar für Zwang, ausnahmsweise) täte einigen Zeitgenossen gut.

Anreiz: wer sich (freiwillig) am Lastabwurfprogramm beteiligt läßt, bekommt den Strom billiger. So ist das m.W. in den Industrie üblich.

(Für Geräte, die auf drei Leiter geklemmt sind (Durchlauferhitzer, die meisten Herde) funktioniert das erst mal nicht. Ob sich ein Elektroherd so anklemmen läßt, daß ein Notbetrieb mit einem Kochfeld möglich ist, weiß ich jetzt nicht.

Und ja, das Thema Ökostrom- Elektroauto taucht hier nicht auf. Das ist nämlich ein Konzept, das nicht funktioniert. Zumindest beim heutigen Stand der Technik.)